Reiselyrik
Ferien!
Sonne, Wind und Meer
Wonne sind, und mehr!
Wohin gehst du?
O Hansestadt Danzig,
Wie rühmte man einst Deiner Handelsherrn Geist!
Wie lieblich dein Brunnen des Neptun!
Dort stehen heut fliegende Händler, die's meist
Mit ganz billigem Nepp tun.Rübezahl
Im Riesengebirge geht Rübezahl um
Erzählen alte Legenden
Ein faltig Gesicht, der Rücken krumm
Ein Beil trägt er meist in den Händen.
Ein Pärchen aus Aurich
Fand ihn recht schaurig
Und als sie das Beil sah’n
Entflohn sie per Seilbahn!
(Knapp nur bis Gersenfeld
Reichte das Fersengeld.)Der Skinese von Oberstdorf
Der Abfahrts-Schüler Li schifft
Schon wie ein Profi
Gegen den Ski-Lift
Punktlandung im Kreml
Als die Reporter kamen,
Sagte Manfred Rust leise:
Eh Leute,
Das war keine Lustreise!
Acapulco
Im Strandhotel gab's keine Betten
Nur Eines konnt' den Urlaub retten:
Wir schliefen nachts in Hängematten
Wovon sie eine Menge hatten.
Frühling in Berlin
Mit blauem Band an allen Pforten
Der Lenz mit sanftem Föhne schellt.
Endlich befreit vom gnäd'gen Eise
Taut Hundedreck zig-tonnenweise,
Zieht Märzenduft wohl allerorten
Von Pankow bis nach Schönefeld.
Heidenau
Wie gern wär' ich in Heidenau!
Da ist der Himmel ach so blau!
Gib Acht, fährst du nach Heidenau,
Daß ich dich nicht im Neide hau!